Anatevka

In dem kleinen Dorf Anatevka sorgen Milchmann Tevje und seine Töchter für einen stimmungsvollen, heiter-melancholischen Musicalabend mit vielen Hits, temperamentvollen Tanzszenen und einer ebenso humorvollen wie anrührenden Geschichte. Aus Elementen der Klezmer-Musik und jiddisch-russischen Volksgesängen hat Komponist Jerry Bock eine faszinierende Musik geformt, deren Melodien mit Temperament ebenso wie mit Melancholie spontan ins Ohr gehen. (Theater in Cronenberg)

Schulaufführung Fr 11.10. 9:30 Uhr Alte Mälzerei Mosbach
Premiere Sa 12.10. 19:00 Uhr Alte Mälzerei Mosbach
Familienaufführung So 13.10. 16:00 Uhr Alte Mälzerei Mosbach

Karten

„Anatevka“ wurde 1964 am New Yorker Broadway uraufgeführt und gewann in seiner fast achtjährigen Laufzeit mit mehr als 3000 Vorstellungen 10 Tony-Awards. Die Aufführenden in Mosbach sind Musiktheatergruppen, Musicalorchester und Stagegroup der Musikschule Mosbach. Die Regie liegt in den bewährten Händen von Annette Diedrich. Die musikalische Leitung führt Rupert Laible, Bühnenbild und Plakatgestaltung entwickelt die Stagegroup unter der Leitung von Christof Mölkner und die Choreografien kommen von Gundel Kretschmar-Klein. Dauer: 2,5 Stunden + Pause

Titelei

ANATEVKA (FIDDLER ON THE ROOF)
basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem
mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl

Buch von JOSEPH STEIN
Musik von JERRY BOCK
Gesangstexte von SHELDOM HARNICK

Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen

Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgte in Übereinkunft mit JOSEPH WEINBERGER LTD im Namen von MUSIC THEATRE INTERNATIONAL, New York. Bühnenvertrieb: MUSIK UND BÜHNE Verlagsgesellschaft mbh, Wiesbaden.

Bühnenbild

Für das Bühnenbild von „Anatevka“ hat sich die „Stage Group“ auf ein Experiment eingelassen. Das Bühnenbild teilt sich in zwei Bereiche auf: Auf der einen Seite ist die handelnde Ebene, Bereiche der Bühne in und mit denen die Schauspieler direkt agieren. Diese Teile sind sehr gegenständlich realistisch und entsprechen wie die Kostüme dem zeitlichen und räumlichen Kontext (Ukraine ca. 1910). In Kontrast dazu steht auf der anderen Seite das umrahmende Bühnenbild – die Orte - Hier befinden wir uns in einem sehr abstrakten metaphorischen Ansatz. Die stehenden und hängenden weißen Würfel symbolisieren die (jüdische) Tradition, die vor Tevjes Augen mehr und mehr verloren geht. Immer wieder werden im Stück Traditionen gebrochen und Tevje hält mit Gott Zwiesprache um dies zu legitimieren. Jedes Mal wenn ein Stück Tradition verloren geht wird auch ein Würfel von der Bühne entfernt und es türmt sich ein unbrauchbarer Haufen an Tradition neben der Bühne auf. Zuletzt ziehen Tevje und seine Familie mit ihrem Karren von der leeren Bühne in eine ungewisse Zukunft – ohne Tradition? (Christof Mölkner)